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"Zeit der Engel" Kalender 2014 - Juli

“Zeit der Engel” Kalender 2014 – Juli

 

Kalenderblatt “Juli” aus dem Kalender „Zeit der Engel – 2014“

Der Engel des Monats Juli und seine Botschaft:

„ Keine Zeit für Traurigkeit! Hüpfe, tanze, springe … sei wie ein Kind!“

Ja, genau! Hüpfe, tanze, springe …und zwar nicht weil gerade alles so toll ist, weil ich vor Leichtigkeit und Lebenslust schwebe, sondern genau weil dem im Augenblick nicht so ist.

Also versuche ich zu „hüpfen, zu tanzen und zu springen“ nicht trotzdem, sondern gerade weil mir dieser Tage nicht wirklich danach ist. Das ist für mich die Botschaft des Engels.

Seine Farbigkeit vermittelt ebenfalls keine “federleichte Hochstimmung“, sondern eher eine gewisse Erdigkeit. Das Magenta des Oberteils ist die „Erdungsfarbe“ der Kinder und mittlerweile auch für einen Teil der Erwachsenen. Seine Beine in den grünen Hosen bewegt er schwungvoll vorwärts, doch ein Fuß ist immer noch fest mit dem Boden verbunden, dieses Bein trägt das ganze Gewicht … sofern man bei einem Engel von „Gewicht“ sprechen kann … 😉 … er symbolisiert “Verbundenheit” auf diese Weise. Grün bedeutet “Wachstum”, in der Symbolik des Engels ist jedoch hier „Entwicklung und Erneuerung“ für mich stimmiger.

Übrigens, der eine oder andere wundert sich vielleicht, warum dieser Engel sich nach links wendet, da doch die „psychologische Zukunft“ rechts liegt? Linkshänder ordnen die „Zukunft“ dem linken Bildteil zu und da ich eine „Mogel-Rechtshänderin“ bin, „schauen“ auch fast alle meine Cartoons nach links. Als Vierjährige habe ich mir – neugierig, wie ich bin – selbst das Schreiben und Lesen beigebracht, hab’ es einfach meinem Bruder abgeschaut, der in der ersten Klasse war. Leider hab’ ich mir dabei auch das Schreiben mit der rechten Hand abgeschaut … ich wollte ja alles ganz genauso machen wie mein großer Bruder. 😉 Heute kann ich „feinmotorische Dinge“ oft sogar besser mit der linken Hand und die Flügel meiner ganz großen Acryl-Engel male ich „in Stereo“, also beidhändig und gleichzeitig, was der Bewegung des Flügelschlags sehr nahe kommt … sieht gut aus. 😉 Vielleicht mache ich beim nächsten Acryl-Engelbild ein Video, dann könnt ihr es euch ansehen … wenn ihr möchtet. 😉

Doch noch einmal zurück zu meinem „Juli Engel“:

Der Fuß, der das „Gewicht“ trägt, scheint durch die violette Farbe mit der Wolke unter ihm zu verschmelzen und das Violett verbindet wiederum über die Flügel „Himmel und Erde“ … also auch jeweils den erdigen mit dem spirituellen Aspekt eines Themas.

Bei den Themen, die bei mir im Augenblick im Mittelpunkt stehen, erlebe ich genau das überdeutlich. Ich sehe mich ständig auf’s Neue damit konfrontiert, dazu aufgefordert, bei allem was ich tue, bei allen Entscheidungen „Spiritualität auf die Erde zu bringen“ … besser kann ich es nicht ausdrücken, doch ich bin mir sicher, ihr spürt was ich meine.

Zeigt mir den lichtvollen Weg“ lautet dann mein Mantra, so lange, bis ich ihn erkennen kann, das klappt immer und hat schon des Öfteren die feurigen Impulse meines Skorpions sozial verträglich ausfallen lassen.  😉

Zusätzlich spielt derzeit das Thema “Vertrauen” noch immer eine große Rolle für mich. Vertrauen darauf, dass alles gut ist, wie es ist, dass alles seinen Ausgleich findet …  auf der entsprechenden Ebene und in der genau richtigen Art und Weise. Vor ein paar Tagen erzählte mir jemand eine Anekdote:

Eine Gruppe von Indianern wurden darauf aufmerksam gemacht, dass sie von dem Weißen, mit dem sie gemeinsam ein Hotel betrieben, betrogen werden würden.

Die Antwort der Indianer darauf: „Das ist nicht unser Problem.“ 😉

Deshalb mache ich es jetzt wie der Engel des Monats Juli: Ich hüpfe, tanze und springe … ich lass’ es mir nicht austreiben, von nichts und niemandem … dabei bleibe ich stets mit einem Bein fest auf dem Boden und richte meine Aufmerksamkeit auf die Leichtigkeit und die Lebensfreude, die für mich stets zum Greifen nahe ist und die mir den Weg weist … 😉

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen „segensreichen, gut behüteten, schwungvollen Juli, mit all den liebevollen und schlaflosen* Engeln, die immer, immer, immer um uns sind.”

Herzliche Grüße – Eure Conny Wolf 😉

 

PS: Auch dieses Kalenderblatt stammt aus dem diesjährigen Kalender “Zeit der Engel” 2014, erschienen im Ennsthaler Vlg. Steyr. Restexemplare des Kalenders sind beim Verlag und unter http://www.connywolf.com für 4,95 € erhältlich.

*schlaflos ist ein Lieblingswort von Sri Chinmoy, mit dem er in seiner Lyrik noch intensiver „unermüdlich“ beschreibt. 🙂

 

The „Angel of July“ and his message:

„No time for sadness! Jump, dance and bounce … be like a child!“

 

 

 

 

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Girlsday Linz 2014 www.connywolf.com

Girlsday Linz 2014
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Girlsday Oberösterreich 2014

Am Mittwoch den 12.2. genoss ich beim Girlsday in Linz mit meiner “Kleinen Dame” unseren ersten öffentlichen Auftritt, dabei kam es zu ein paar sehr interessanten Begegnungen. Besonders beeindruckt hat mich das Gespräch mit der Vortragenden Frau Dr.in Lück aus Deutschland, einer faszinierenden Frau, die mir aus dem Herzen gesprochen hat. 😉 Vielen Dank für die inspirierende Unterhaltung und den hochinteressanten Vortrag. 😉

Der zweite Girlsday findet, wie bereits erwähnt am 26.2. ebenfalls wieder in Linz statt und auch hier wird es wieder ausgesprochen interessant mit dem Vortragenden Dr. Markus Hengstschläger. Auch hier darf ich mit meiner Kleinen wieder dabei sein – herzlichen Dank für die Einladung an die Veranstalter, ganz besonders an die Edugroup und ihr Team in Linz. 😉

Hunderte von OUPS Cartoons www.connywolf.com

Hunderte von OUPS Cartoons
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Schlüsselmomente und Sternstunden

“… die eigentliche Bedeutung als Schlüsselmoment oder Geburtsstunde erkennt man erst in der Zukunft.”

So endete mein letzter Eintrag und ich möchte hier noch ein paar Gedanken hinzufügen.

Vielleicht darf uns die Bedeutung einer Idee, einer Entdeckung manchmal anfangs noch gar nicht bewusst sein, da wir sie sonst vielleicht sofort mit Erwartungen überfrachten würden, die Idee hätte keine Zeit sich zu entwickeln, zu reifen … sie müsste sofort Ergebnisse, Erfolge zeitigen und sie würde dadurch entweder gleich im Keim ersticken oder zu einer Eintagsfliege werden.

OUPS war also winzig und in vielerlei Gestalt erstmals in meinem Skizzenbuch aufgetaucht, ein Archäologe würde sagen „erste Spuren von ihm konnte man bereits in diesen kleinen Figürchen erkennen“. Ich hatte einfach meine Freude an dem Gewusel, ohne den kleinen Winzlingen allzu viel Bedeutung beizumessen. Gleichzeitig ging mir Ken Done – der australische Künstler – und seine Werke nicht mehr aus dem Kopf. Seine Arbeit und vor allem die Art, wie er sich als Künstler so vielseitig „vermarktete“ hatte mich sehr beeindruckt.

Nach Frankfurt zurückgekehrt, fiel es mir unglaublich schwer wieder in meinen Arbeitsalltag zu finden. Noch dazu fror ich unentwegt, da ich Wochen in der tropischen Hitze der australischen Northern Territories zugebracht hatte.

Als einziger Lichtblick erhellte eine Idee mein Gemüt. Eine Idee, die in den folgenden Wochen und Monaten in meiner Phantasie zu reifen begann. Ein Projekt das noch lange Zeit nicht richtig sichtbar und greifbar für mich sein sollte, doch ich spürte bereits, es würde etwas Größeres, etwas Umfassendes sein, eine Aufgabe bei der ich immer wieder meine Erlebnisse, meine Lebensphilosophie, meine Gefühle einfließen lassen könnte … etwas Buntes, Liebenswertes, das Schönheit, Humor und Lebensfreude in die Welt bringt … etwas, dass aber auch von den zahlreichen „Hoppalas“ des Lebens erzählt, den Fettnäpfchen in denen ich trotz aller Vorsicht immer wieder landete und lande … gerne auch mit Anlauf und beiden Füßen gleichzeitig! … es würde von meinen Bemühungen handeln immer alles „gut und richtig“ zu machen, aber auch davon, wie genau DAS so oft daneben geht … und davon, dass es trotzdem immer wieder einen Ausweg, einen Neustart geben kann, solange das Herz seinen Ausdruck findet.

Wenn ich heute so an diese Ahnung zurückdenke, dann kommt es mir so vor, als hätte ich im Geist wie durch eine Milchglasscheibe in die Zukunft geschaut, wo sich OUPS mit seiner Welt und den Hunderten von Cartoons, bereits abzuzeichnen begann. Den Cartoons und Bildern, die meine Lebensphilosophie, meine Anliegen, meine Sehnsüchte … aber auch meine Lebensfreude und meine Fröhlichkeit wieder spiegeln würden. 😉

OUPS Conny Wolf

OUPS – Geburtsstunde im Flugzeug http://www.connywolf.com

Im Flugzeug geboren …

Es kam der Tag des Abschieds in Australien. Ich hatte meine geplanten 4 Wochen ja bereits um eine ungeplante Woche verlängert, doch nun war es endgültig so weit und ich machte mich schweren Herzens auf den Rückweg nach Frankfurt. Ein betrübter Rückweg, nach 5 Wochen Lebenslust und Freiheit in der tropischen, exotisch bunten Atmosphäre der Australischen Ostküste, die mir manches Mal wie ein Abenteuerspielplatz für große Kinder vorgekommen war. An jeder Ecke gab es etwas Neues zu entdecken, in jedem Ort lockten Abenteuertrips von Bungee Jumping über River Rafting bis Hai Tauchen. Eigenverantwortung wird in Australien groß geschrieben und somit waren die Angebote für Unternehmungen teilweise wirklich abenteuerlich.

In Frankfurt herrschte Ende Februar natürlich noch immer Winter, hessischer Winter, gerne mal nasskalt und grau, eher hinterlistig eisig, als zauberhaft weiß … die Hessen mögen mir verzeihen. 😉 Diese Wetteraussichten hatten wenig Anziehendes für mich. Zu allem Überdruss war bei meiner Umbuchung  nur noch einen Direktflug verfügbar, das bedeutete nahezu 24 Stunden im Flugzeug, mit Zwischenlandung in Dubai, wo man mit schwer bewaffneter Militäreskorte aufs Klo begleitet wurde, sehr gastfreundlich. Beim Anblick des Porsche 911, der vor dem Duty Free Shop in Dubay mit einer überdimensionalen roten Schleife auf dem Dach präsentiert wurde, musste ich allerdings schmunzeln. Nettes Mitbringsel, dachte ich mir, nach dem Motto „Packen sie ihn mir ein, dann nehme ich ihn gleich mit.“  😉

OUPS -  Einige Zeit später ...  www.connywolf.com

OUPS – Einige Zeit später …
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Man könnte mich zwar nicht gerade klaustrophobisch nennen, doch Situationen oder Räume, die mich meiner Freiheit berauben, lassen bei mir manchmal unerwartet Panik aufkommen. Da hilft dann nur, mich möglichst gut abzulenken, um ja nicht darüber nachzudenken, dass ich jetzt nicht eben mal schnell raus kann, wenn ich will. Ein Langstreckenflug ist eine solche Situation. 😉

Meine Skizzenbücher haben mich schon so manches Mal gerettet, bei Langeweile, bei Ungeduld oder eben auch bei drohender Panik, wie in diesem Fall. Zeichnen ist ja Entspannung für mich und ganz nebenbei entstand auch schon die eine oder andere wichtige Idee dabei, ohne dass sie gleich als solche erkennbar war. So auch dieses Mal, als viele tausend Meter über der Erde ein kleines seltsames Wesen in meinem Skizzenbuch landete, das sich mir später als OUPS vorstellen würde. 😉

OUPS musikalisch www.connywolf.com

OUPS musikalisch
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Doch zurück in die Luft. Da saß ich also eingezwängt in der Touristenklasse, Stunde um Stunde … Ohne bestimmte Absicht „ließ ich den Stift auf dem Papier laufen“, schaute zu, was sich da auf den Seiten abzuzeichnen begann und hatte meinen Spaß daran. Winzig kleine Figuren, wie Scherenschnitte, kaum größer als mein Daumenabdruck erschienen da auf dem Papier … ich zeichnete mit einem schwarzen Pinselfilzstift. Dabei beobachtete ich fasziniert, wie ich mit so wenigen Details unterschiedliche Typen charakterisieren konnte: Eine Frau mit Kinderwagen und einem kleinen Mädchen an der Hand, ein alter Mann mit Stock, Artisten … sogar verschiedene Tiere konnte ich auf diese Weise in schneller Folge entstehen lassen, winzig klein doch gut erkennbar. Das begeisterte mich!

OUPS wird sportlich.  www.connywolf.com

OUPS wird sportlich. http://www.connywolf.com

Wie man auf den Fotos erkennen kann, handelte es sich hier um die Geburtsstunde von OUPS, selbst wenn es noch Jahre dauern sollte, bis er sein heutiges Aussehen erlangte. Natürlich war mir das in diesem Augenblick nicht bewusst, es waren in dem Moment einfach Fingerübungen, kreative Spielereien und ein lustiger Zeitvertreib auf diesem langen Flug. 😉

OUPS - Jahre später ...  www.connywolf.com

OUPS – Jahre später …
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So ist es oft. Die wirklich bedeutenden Dinge in meinem Leben landen meistens nicht mit einem lauten Knall direkt vor meiner Nase, sondern schleichen sich heimlich still und leise zum Hintertürchen herein … die eigentliche Bedeutung als Schlüsselmoment oder Geburtsstunde erkenne ich dann oft erst in der Zukunft. Die Bilder zeigen Auszüge aus meinen Skizzenbüchern, im letzten Foto sieht OUPS bereits so aus, wie ich ihn heute zeichne. Auch sein OUPSinchen hat er bereits dabei. Richtig gefestigt hat sich sein Aussehen erst, als mit der Verlagsgründung 2002 (OUPS & friends) aus meinem Spielkameraden OUPS mein Arbeitskollege wurde und ich so in den folgenden knapp 10 Jahren hunderte von Cartoons, die sich in meinen Skizzenbüchern angesammelt hatten, in druckfertige Reinzeichnungen verwandeln musste.

Doch davon ein andermal mehr … 😉

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